Körpertherapie

Unser Körper ist der Ort, an dem wir unser Sein und die Welt erfahren, indem wir mit unseren Sinnen wahrnehmen und durch Bewegung mit unserer Umwelt in Kontakt treten. Der Körper ist der Ort der Gefühle und des Denkens.

Die Gestalttherapie war von Beginn an ein körperorientiertes Verfahren, da sie als ganzheitliches Verfahren Körper, Seele und Geist als eine Einheit begreift. Dabei wird betont, dass unsere Erfahrungen in Prozessen ablaufen und der Mensch in der Lage ist, sich an veränderte innere und äußere Bedingungen anzupassen. Auf der Grundlage dieses Prozessdenkens und der organismischen Selbstregulation wurde dieser körperorientierte Zugang in der Gestalttherapie vor allem von James Kepner weiterentwickelt zur prozessorientierten Gestalt-Körperpsychotherapie.

Ziel ist es hierbei einen Erfahrungsraum zu schaffen, in dem unsere Körperlichkeit als ein Teil unseres Wesens und unseres Zugangs zur Welt erfahren wird. Diese Sensibilisierung des Körpers erfolgt über achtsame Beobachtung und Aufmerksamkeit für Körperhaltung, Atmung, Gestik und Mimik und die Körperprozesse. Therapeut und Klient arbeiten dabei zusammen um Bewusstheit anhand des sich entfaltenden Erlebens des Klienten entstehen zu lassen. Im Kontakt erforschen und experimentieren beide mit dem von Augenblick zu Augenblick ablaufendem Prozess des Klienten. Bewegungen und Übungen werden in diesen Prozess integriert um das Gewahrsein zu erhöhen. Empfindungen kehren zurück und Bewusstheit über das Körper-Selbst kann wieder erlebt werden